Tourismus-PR: Der Bodensee hat Potenzial

Die Tourismus-Region Bodensee wächst seit zehn Jahren stetig. Auch die vergangene Saison verlief insgesamt gut, in Baden-Württemberg sogar sehr gut. Doch wo steht die Region in ihrer Entwicklung? Wie kann sie sich ausrichten? Die Antwort ist: durch professionellere und systematischere Touristik-PR / Tourismus-PR.

Der Bodensee hat einen hohen Bekanntheitsgrad. Nur ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland hat von ihm noch nichts gehört. Nur elf Prozent waren noch nicht hier.

Aber: Der Bodensee als Region kommt bei den großen Reisevermarktern als Ziel praktisch nicht vor und auf den großen Buchungsplattformen im Internet nur sehr begrenzt.

Dr. Roland Scherer vom Institut für öffentliche Dienstleistungen der Universität St. Gallen hat die gängigen Reiseführer zum Bodenseeraum verglichen und entdeckt, dass dort der Bodensee wesentlich enger ausgelegt wird als das Gebiet der Internationalen Tourismus GmbH. Wie aus dem Tourismuskonzept des Landes hervorgeht, hat sich Baden-Württemberg und auch die Bodenseeregion unterdurchschnittlich entwickelt. Hier sind die Entwicklungschancen noch nicht genügend genutzt worden.

Die Zielgruppe Familie befindet sich zudem im Wandel. Es vollzieht sich eine Pluralisierung der Lebensformen. Es gibt Alleinerziehende, Geschiedene, die mit ihrem Kind Urlaub machen wollen, Patchwork-Familien, Urlaub mit den Großeltern und einiges mehr. Entscheidend ist hier, entsprechende Angebote zu machen und diese natürlich auch zielführend zu veröffentlichen. Auf Destinationsebene sollten möglichst Erlebnismarken entwickelt werden, die auf Themen wie Stadttourismus, Gesundheit und Wohlfühlen, Aktiv und Natur, Kunst und Kultur oder Genuss ausgerichtet sein könnten. Die Bedeutung des häufig mit Argwohn betrachteten Tagestourismus darf zudem nicht verkannt werden. Es liegt voll im Trend, dass sich Menschen einfach einmal einen schönen Tag in ihrem näheren oder etwas ferneren Umkreis machen. Der Tagestourismus verteilt sich auf das ganze Jahr.

Der Tourismus am Bodensee sollte ein gewisses Selbstbewusstsein an den Tag legen

Das meinte unlängst Ulrich Müller, MdL und Aufsichtsratsvorsitzender der IBT. Dies gelingt im Bereich des Tourismus-Marketing aber nur mit einem systematischen PR-Management für touristische Anbieter (Destinationen, Hotels, Reiseveranstalter, Vereine und Verbände, gastronomische Einrichtungen und Online-Reiseportale der Touristik).

Auch diese Kluft zwischen Bekanntheit und ungenutzen Entwicklungschancen zeigt wieder einmal, dass die Bedeutung kluger und professioneller Public Relations unterschätzt wird. „SchönwetterPR“ oder kurzfristige SchnellschussAktionen gehen tatsächlich meist nach hinten los. Alles Wissen und alle Erfahrung in der professionellen Tourismus-PR müssen in einem Kommunikationskonzept einer PR-Agentur aufgehen. Ein solches Konzept ist mehr als ein von einem PR-Berater verfasstes hoch komplexes Planungspapier mit Strategie und Taktik. Es ist die Voraussetzung für wirkungsvolle und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in der Tourismusbranche schlechthin.

 

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