Journalismus gestern und heute

Your Life Work“ an early 1940s series by Arthur P. Twogood, associate professor, vocational education, Iowa State College.

Im derzeitigen dynamischen Wandel der Medienmärkte, -techniken und -produkte ist die Innovationsfähigkeit im Journalismus gefragt. Die größte Herausforderung steckt im Web, das sich zu einer zentralen Drehscheibe für Texte, Fotos, Audios und Videos entwickelt hat.

Bei der meisterverkauften britischen Tageszeitung, dem Daily Telegraph (1855 gegründet), sitzen 450 Editors und Reporters in einem Großraum, der mit 6300 Quadratmetern etwas kleiner als ein Fußballfeld ist. Im Zentrum steht ein „Hub“ an dem die verschiedenen Plattformen koordiniert werden.

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Fangemeinde statt Zielgruppe

Media

Ein umfangreiches und lesenswertes Thesenpapier für eine neue Mediaplanung: In einem heute veröffentlichten Media-Manifest listet die Agentur webguerillas für alternative Werbung zwölf Thesen auf.

1.) Communities versus klassische Content-Websites: Social Communities laufen den klassischen Medien, Contentsites und Portalen aktuell in der Gunst der Nutzer den Rang ab. Traditionelles Werbeverhalten und bisherigen Media-Währungen verlieren damit an Wert.

2.) Werbesog statt Werbedruck: Eine hohe Zahl an Werbekontakten ist kein Erfolgsparameter. Künftig geht es darum, Konsumenten zu animieren, zu aktivieren und ihr jeweiliges, persönliches Netzwerk in Kampagnen mit einzubeziehen.

3.) Fangemeinde statt Zielgruppe: Die klassische Zielgruppe gibt es nicht mehr. Benötigt wird ein Verfahren, das Markenfans Milieu übergreifend sicher identifiziert.

4.) Aktivitätsverlust statt Streuverlust: Der Begriff „Streuverlust“ ist überholt. Grundlage ist künftig der individuelle Dialog mit dem Konsumenten.

5.) Tausend-Gesprächs-Preis statt Tausend-Kontakt-Preis: Der TKP sagt nichts über das Aktivierungspotenzial der Konsumenten aus. Dieses misst künftig der Tausend-Gesprächs-Preis als ein Parameter für den aktiven Dialog.

6.) Gross-Involvement statt Gross Rating Point: Es reicht nicht aus, den durchschnittlichen Werbedruck zu messen, im Web 2.0-Zeitalter kann auch die tatsächliche Werbewirkung ermittelt werden.

7.) Always on statt Einschaltquote: Jüngere Zielgruppen sehen TV immer öfter (nicht linear) übers Netz. Zeitgleich vernetzen sie sich in Communities und lesen die neuesten Nachrichten. Für diesen „Always-on“-Modus bedarf es einer neuen Messgröße

8.) Involvieren statt rezipieren: Der aktive Medienkonsument im Lean-forward-Modus ersetzt zunehmend den trägen Couch Potatoe.

9.) Markencontent versus Mediencontent: Die klassische Medienlandschaft löst sich auf: Brands und Blogger konkurrieren mit redaktionellen Contentsites um die Aufmerksamkeit der User.

10.) Echtzeit-Monitoring statt Reichweiten-Umfragen: Die derzeitigen Reichweiten-Umfragen sind im Web-2.0-Zeitalter ein Anachronismus. Sie führen zu einer unzureichenden Darstellung der Mediennutzung und müssen durch ein ganzheitliches Echtzeit-Monitoring ersetzt werden.

11.) Globales Dorf statt Nielsen-Gebiete: Die Einteilung der Deutschland-Karte nach Nielsen-Gebieten entspricht dem Postkutschen-Zeitalter. Es bedarf Einteilungen und Messgrößen, die dem kosmopolitischen Weltbild entsprechen.

12.) Markenbotschafter versus Werbeträger: Die in den klassischen Medien geschalteten Werbebotschaften verlieren weiter an Akzeptanz. Stattdessen berichten Multiplikatoren im Netz authentisch über ihre Markenpräferenzen.

 

Treffender hätte man die neuesten Entwicklungen nicht zusammenfassen können. Die Media-Branche benötigt diesen neuen und frischen Impuls, denn sie kann mit dem Tempo der medialen Umwälzungen der vergangenen Jahre nicht Schritt halten.

Top 30 Marken Fanpages bei Facebook

Thomas Hutter hat auf seiner Webseite ein interessantes Ranking zu den Marken Fanpages auf Facebook zusammengestellt. Demnach hat Starbucks mit gut 5,8 Mio. Menschen weltweit die meisten Fans. Auch zwei deutsche Bekleidungsmarken sind unter den Top 30.

Facebook-ranking

Als Quelle diente Hutter facebakers.com. 

Insgesamt sind vier der TOP 30 Brands auch in den TOP 30 Fanpages gelistet. Interessant ist auch, dass einzelne Brands wie Victoria Secrets, Adidas, Starbucks sowie Converse mehrfach gelistet sind. Addiert man beispielsweise alle Auftritte von Converse zusammen erhält man immerhin 5.48 Mio. Fans, im Fall von Starbucks sogar 7.33 Millionen.

8 Regeln für den totalen Stillstand in Unternehmen

Interne Kommunikation und Change Management: Prof. Dr. Peter Kruse, geschäftsführender Gesellschafter der nextpractice GmbH und Honorarprofessor für Allgemeine Psychologie ???und Organisationspsychologie an der Universität Bremen, zählt die acht wichtigsten Regeln auf, mit denen man effektiv für den vollständigen Stillstand in einem Unternehmen sorgen kann 😉

????????????Hier noch einmal alle Regeln im Überblick:

1. Sorgen Sie dafür, dass Führungskräfte alles im Griff haben und sich völlig aus allem heraushalten
2. Sorgen Sie für ausreichend Gerüchte
3. Sorgen Sie permanent für Überforderung
4. Machen Sie “Krabbenkörbe“
5. Finden Sie heraus, wer wirklich schuld ist
6. Lassen Sie einmal aufgestellte Regeln in Ruhe
7. Sorgen Sie für schnelles Abnicken aller Beschlüsse
8. Sorgen Sie für maximale Beschlussdynamik bei minimaler Umsetzungsdynamik

 

Gutes Tun liegt im Trend

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Gutes Tun ist auch bei Marken im Trend. Dass Konsumenten dies erkannt haben und auch ganz konkret von Unternehmen und Marken fordern, zeigen zum Beispiel die Ergebnisse der jährlichen goodpurpose Studie von Edelman.

Konsumenten in Deutschland und weltweit schätzen Marken, die sich sozial engagieren. Über 80 Prozent weltweit und 77 Prozent der Deutschen würden ihr Konsumverhalten längerfristig ändern, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Sechs von zehn Deutschen erwarten sogar schlicht, dass sich Marken sozial engagieren und würden auch dafür zu einem qualitativ vergleichbaren Produkt wechseln. Die Hälfte der Befragten hat auch schon Marken gekauft, die zwar höherpreisiger sind, aber einen guten Zweck unterstützen und fast 60 Prozent blieben trotz Rezession, aus gleichem Grund, einer Marke treu. Ein solches Beispiel ist die Kooperation von Pampers und UNICEF zugunsten von Tetanusimpfungen schwangerer Frauen in Entwicklungsländern.

In einem heute veröffentlichten Interivew mit dem PR-Journal zählt Anja Guckenberger, Deputy Managing Director & Creative Director von Edelman in Hamburg, die Erfolgskriterien für ein solches Marken-Engagement auf:

1. Ein glaubwürdiger und logischer Bezug zur Marke – Social purpose muss sich aus dem Markenkern ableiten und strategisch langfristig in den Unternehmenszielen verankert sein. Marketing- und klassische Corporate Social Responsibility-Aktivitäten müssen hierzu enger verzahnt werden. Passt das Hilfsprojekt nicht zur Marke, zum Produkt und zu den Unternehmensaktivitäten, kann die Aktion schnell unglaubwürdig werden und nach „greenwashing“ aussehen.

2. Die aktive Einbindung von Konsumenten: Konsumenten wollen heute partizipieren, sich engagieren und aktiv an Entscheidungen beteiligt sein. 52% wollen, dass Marken es ihnen einfacher machen, einen Beitrag zur „Weltverbesserung“ zu leisten. Und 65% würden eine Marke empfehlen, die einen guten Zweck unterstützt. Clevere Marken bieten Konsumenten Plattformen, die es ihnen ermöglichen Gutes zutun – und darüber zu sprechen.

3. Die Einbettung in ein umfassendes 360° Kommmunikationsprogramm. Es reicht eben nicht mehr aus 1 Cent pro verkaufter Packung an eine Hilfsorganisation zu spenden. Das machen – mehr oder weniger passend zur Marke – mittlerweile viele. Es geht vielmehr darum, dass man ernst gemeintes und langfristiges Engagement zeigt und dies zentral in das Kommunikationsprogramm integriert.

 

Ganz klar: Auf diese durchdachte Weise ist der alte Wahlspruch „Tue Gutes und rede darüber“ nicht nur voll im Trend, sondern sehr stimmig und äußerst stark.

 

Warum >Gackern< zum Handwerk gehört

Eier_2

Wer gute Arbeit leistet und dafür sorgt, dass das nicht im Verborgenen geschieht, ist am Markt nachhaltig erfolgreich. Um diesen Erfolg dauerhaft zu sichern und auch über konjunkturell schwierige Phasen zu retten, braucht es eine professionelle Kommunikation.

Warum ist das so? William Jason Fields (1874-1954), US-amerikanischer Politiker und Gouverneur von Kentucky, hatte dafür einen plakativen Vergleich. Weil er auch als Farmer gearbeitet hatte, musste er es ja wissen:

Enten legen ihre Eier in aller Stille,
Hühner gackern dabei.
Erfolg: Keiner kauft Enteneier,
alle wollen Hühnereier.

Eieiei, möchte man da sagen! Die Eier müssen natürlich gut sein. Sonst bewirkt das Gackern das Gegenteil…