Fach-PR: Beitragsarten für Fachmedien

Innovative Lösungen verständlich und nutzenorientiert darzustellen, komplexe Antworten auf den Punkt zu bringen, das ist die Aufgabe von Fach-PR in der technologieorientierten Investitionsgüterindustrie. Die professionell organisierte Pressearbeit eines Unternehmens vermeidet dabei Werbetexte und orientiert sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Redaktionen. Sie weiß auch, welche Beitragsarten für welche Medien in Frage kommen.

Fachjournalismus_fach-pr

Quelle. Manfred Weise: Die Genres – Fachjournalismus und Fach-PR mit unterschiedlichen Interessen, in: Günter Bentele: PR für Fachmedien. Professionell kommunizieren mit Experten, UVK 2006

So stellt sich zumindest die Theorie dar, aber es mangelt auch heute noch an der praktischen Umsetzung. Manche PR-Abteilungen oder PR-Agenturen lancieren Beiträge ganz bewusst unter dem Deckmantel Fachartikel, weil sie glauben, so schneller an Platzierungen in der Fachpresse zu gelangen. Nicht selten geht man dabei fälschlicherweise von einer mangelnden Skepsis beziehungsweise Kritikfähigkeit seriös arbeitender Fachredaktionen aus, die in aller Regel sehr wohl zwischen den gängigen Genres zu unterscheiden wissen.

Fachartikel, Anwenderbericht, Success Story und Produktbericht sind eigene Textsorten und werden, je nach PR-Strategie, für verschiedene Zwecke ein gesetzt. Ein Unternehmen sollte sich daher über die unterschiedlichen Bedeutungen der Beiträge und ihrer Verortung im journalistischen Koordinatensystem im Klaren sein.

Erst wenn dies der Fall ist und wenn feststeht, welche Rolle ein solcher Beitrag für die eigene PR-Arbeit einnimmt, werden Fehler vermieden. Dann ist die Gefahr gebannt, den sowieso schon unter Zeitdruck stehenden Redaktionen Beiträge wahllos nach dem Gießkannenprinzip anzubieten.

 

Lesen Sie dazu einen ausführlichen Beitrag von David Wolf.

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