Dafür liebe ich meinen Job

Neben meiner beratenden Tätigkeit in PR, Marketing und Kommunikation sind Vorträge, Seminare und Workshops seit sechs Jahren ein zweiter Pfeiler meiner Aktivitäten. Für mich sind die Begegnungen bei diesen Veranstaltungen eine ungemeine Bereicherung. Hier werde ich mit ganz unterschiedlichen Branchen und sehr verschiedenen Kommunikationsproblemen konfrontiert.

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Ja, dafür liebe ich meinen Job: mit sehr unterschiedlichen Themen darf ich mich befassen, auch in #mediawandel, wo es mal um das Kommunikationsmanagement der Deutschen Bank, mal um die PR eines Medienunternehmens, dann um die Aktivitäten von Taylor Swift im Social Web oder – natürlich rein fachlich – um Dating-Apps geht. Die Arbeit mit den Studierenden, Auszubildenen, Weiterzubildenden, Unternehmerinnen, Unternehmern, Personal- und Marketing-Verantwortlichen macht großen Spaß, ganz gleich ob es sich um Veranstaltungen über digitale Kommunikation, Handelsmarketing, Verhandeln und Kommunizieren oder Internationales Management handelt.

Internationales Management

In meiner Lehrveranstaltung „Internationales Management“ an der DHBW, die morgen zu Ende geht, fanden sich sehr facettenreiche Inhalte, Problemfelder sowie Lösungsansätze. Wir haben ökonomische, politische, soziale, kulturelle, ethische und ökologische Auswirkungen an konkreten Fallbeispielen analyisiert.

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Unter anderem Lisa Beck (ifm), Yannick Hofmayer (Hymer AG) und Thiess Aldinger (Liebherr Mischtechnik) berichteten aus ihren Unternehmen.

Mein Dank gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Studiengang Industrie (WIN 313) für die Auswahl und Präsentation der Themen:

  • Madeleine Linder: Richtiger Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern
  • Fabian Kohl: Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland
  • Dennis Weizinger: Business-Knigge in der arabischen Welt
  • R. Geisenhofer: Länderbericht Schweden
  • Melanie Rogg: Business-Knigge Südafrika
  • Daniela Huchler: Richtiger Umgang mit russischen Geschäftspartnern
  • Yannick Hofmayer: Standardisierung im Garantieprozess am Beispiel der internationen Garantiestundensätze der Hymer AG
  • Lisa Beck: Eröffnung eines ifm-Technikstandorts in Rumänien
  • Carolin Eibes: Business-Knigge Brasilien
  • Thiess Aldinger: Nutzung bestehender Vertriebs- und Produktionswege bei Liebherr Mischtechnik in Mexiko
  • Viola Schwenning: Corporate Culture am Beispiel von Kavo Dental
  • Franziska Maier: Hidden Champions in der Personalrekrutierung
  • S. Klaus: Geschichte der Gastarbeiter in der Bundesrepublik Deutschland
  • Michael Haiser: Freigabe des Schweizer Franken – Konsequenzen für Deutschland
  • Simon Schindler: Richtiger Umgang mit ausländischen Mitarbeitern
  • Svenja Dorn: Mitarbeiterentsendung ins Ausland
  • Johannes Geyer: Fachkräftesicherung für Oberschwaben: Recruiting in Osteuropa
  • Nadine Schäfer: Der perfekte Mitarbeiter in Australien (Mentalität, Arbeitswelt)
  • Daniel Maucher: Internationales Einheitsrecht: Incoterms ® 2010
  • Martin Steidele: Textilindustrie am Beispiel Bangladesh
  • Philipp Klaas: Die aktuelle Euro-Schwäche
  • Elena Holz: Globalisierung der Lebensmittelindustrie am Beispiel Tiefkühl-Pizza
  • Julia Fehr: Zusammenschluss von Fluggesellschaften: StarAlliance
  • Tobias Liegl: Facebook-Ländervergleich mit Blick auf die Top Brands
  • Nico Mauch: Vermarktungsstrategien der FC Bayern München AG
  • Lisa Keller: Ökologie und Nachhaltigkeit global
  • Niklas Schmidinger: Umweltbewusstsein in den U.S.A.
  • Nadine Geiger: Internationale Projekte bei Kumavision
  • Elena Rohmer: CRM-Rollout von Kavo Dental in Europa
  • Steffen Moosherr: Internationale Marketingstrategien von McDonald‘s

Allein in dieser Veranstaltung habe ich selbst viele neue Erkenntnisse darüber gewinnen dürfen, wie Unternehmen vor dem Hintergrund der Internationalisierung strategisch vorgehen bzw. welche strategischen Bausteine wichtig sind für den Erfolg.

 

 

 

 

 

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Tweet des Tages: #Oscars2015

Die Zeiten ausschließlich perfekter Pressefotos sind endgültig vorbei. Wenn die Oscars rufen, bricht auch das Selfie-Fieber aus. Talkmasterin Ellen DeGeneres brachte bei der Oscar-Verleihung 2014 mit ihrem legendären „Selfie“ Twitter zum Glühen.

„Das Oscar-Selfie vom vergangenen Jahr hängt wie eine schreckliche dunkle Wolke über mir“, gestand Neil Patrick Harris, der die Verleihung 2015 moderierte, im Vorfeld. „Wie soll man das Selfie schlagen, das das Internet zum Absturz brachte?“ Er sehe das Foto in seinen Albträumen, scherzte Harris in der Talkshow von Ellen DeGeneres.

Bei der Verleihung 2015 fehlte ein solches Selfie-Highlight tatsächlich. Doch das prominente Publikum sorgte dafür, dass Instagram, Twitter & Co. trotzdem mit Selfies gefüttert wurden. Gäbe es einen Oscar für Selfies, wären das meine Nominierten:

Jennifer Lopez

Jennifer Lopez war in diesem Jahr dabei, als der begehrte Goldjunge zum 87. Mal von der Academy verliehen wurde. Bestens gelaunt schoss sie Selfies, die in den Medien am meisten beachtet wurden. Das lag nicht zuletzt auch an einer ‚Photobomb‘ bei einem ihrer Bilder: Urplötzlich streckten Jennifer Aniston und Justin Theroux ihre Köpfe ins Bild.

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Fotos: @JLo

Reese Witherspoon

Reese Witherspoon hat sich wohl wie keine Zweite auf die diesjährigen Oscars gefreut. Schon Tage vorher konnte man auf ihrem Instagram-Account verfolgen, wie sehr die Schauspielerin dem Event entgegenfiebert. Den Oscar schnappte ihr dieses Jahr zwar Julianne Moore weg, aber die fröhliche Schauspielerin hatte dennoch viel Spaß.

#RedCarpet #Aboutlastnight #Oscars #Photobomb #WILD

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Lupita Nyong’o

Lupita Nyong’o hat ihre Begleitung aus Familienkreisen rekrutiert. Wie bereits im vergangenen Jahr durfte ihr Bruder mit zum Event.

This year, in our own #selfie. @nyongolaflame #Oscars @TheAcademy. @chopard @CalvinKlein

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Außer Konkurrenz: Rita Ora

Auch andere Promis haben längst verstanden, dass sie mit Selfies bei ihren Fans punkten können. Rita Ora zeigte sich auf Instagram sogar alles andere als bereit für die Fotografen…

 

Tweet des Tages: #Gefeuert

Gekündigt via Twitter? Was war passiert? Ein Teenager sollte eigentlich am 8. Februar 2015 bei einem Pizza-Lieferdienst in Mansfield/Texas anfangen. Doch so weit kam es erst gar nicht. Der Teenager wurde gefeuert, nachdem er getwittert hatte:

„Bäh! Morgen beginne ich diesen verf… Schei… Job.“

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Kurz nachdem die Lästerei in die Welt hinausposaunt wurde, kam der Boomerang zurück. Ihr Beinahe-Boss twitterte prompt zurück:

„Und … Nein, du fängst diesen schei… Job heute nicht an! Du bist gefeuert! Viel Glück mit deinem kein-Geld-kein-Job-Leben!“

Etwas mehr als 55.000 Einwohner zählt Mansfield. Mit dieser Aktion wurde der Teenager aber nicht nur in der Stadt bekannt. Weit über die Staatsgrenzen hinaus erhielt er hohe Aufmerksamkeit.

Kanada

Dominikanische Republik

Brasilien

Mexiko

Venezuela

Peru

Argentinien

China

Malaysia

Vietnam

Indonesien

Pakistan

Deutschland

Belgien

England

Schottland

Irland

Spanien

Marokko

Ägypten

Kenia

Saudi-Arabien

Dubai

Südafrika

Australien

Neuseeland

 

Insgesamt rief die außergewöhnliche Kündigung gemischte Reaktionen hervor. Viele Nutzer zeigten Verständnis für die Entscheidung des Vorgesetzten. Er habe „genau das Richtige“ getan. „Warum sollte sie noch eine Chance bekommen, wenn sie sich so anstellt?“

Andere sind nicht so streng mit dem Teenager: „Kopf hoch, Lektion gelernt. Du findest einen neuen Job.“

 

 

Übrigens: Wer gerade so alles seinen Job hasst, erfährt man hier: in Echtzeit…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tweet des Tages: #tunagate

Zoe aus dem englischen Arnold nördlich der Stadt Nottingham traute ihren Augen kaum, als sie eine gruselige Kreatur in ihrer Thunfischdose entdeckt. Was ist das? Welcher Gattung gehört dieses Lebewesen an? Via Twitter schickte die junge Frau Fotos des unbekannten Winzlings an die Nottingham Post: „Könnt ihr mir sagen, was das ist?“, betitelte sie die gesendeten Bilder. Der Hashtag #tunagate war geboren.

Auf die Laborergebnisse wollten die Twitter-Nutzer nicht warten. Zoe bekam unzählige Antworten:

1. Eine parasitäre Assel

 

2. Eine Baby-Meeresschildkröte

 

3. Ein Kugelfisch-Fötus

 

4. Eine Kaulquappe

 

5. Ein Außerirdischer

 

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Auf der Suche nach des Rätsels Lösung ging auch schnell eine Antwort des Herstellers in der Redaktion ein: „Wir haben auf die Anfrage von Frau Butler mit einer Entschuldigung reagiert“, ließ das Lebensmittel-Unternehmen Princes gegenüber der Nottingham Post verlauten. Ferner sei die Betroffene für eine tiefgehendere Untersuchung um Einsendung des Produkts (samt „blindem Passagier“) gebeten worden.

Der „Daily Telegraph“ konsultierte zur Lösung des Rätsels Experten des Naturhistorischen Museums in London. Dr. Stuart Hine sagte dem Telegraph, das Wesen gehöre zur Familie der Cymothoa exigua – einem Pararisten, der sich über die Kiemen von Fischen auf dessen Zunge niederlasse. Vermutlich habe der Thunfisch einen Fisch gefressen, der von dem Parasiten befallen war.

Jetzt liegen die offiziellen Laborergebnisse offenbar vor. Wie das Unternehmen gegenüber der Nottingham Post erklärte, handelte es sich bei dem Kleinstlebewesen um einen Megalopa, eine sehr kleine und unreife Krabbe. Eine Gefahr für Leib und Leben habe nicht bestanden, hieß es in der Unternehmensmitteilung weiter.

Damit hatte ein User tatsächlich in’s Schwarze getroffen.

 

Politik meets Popkultur

Ein Frauen-Trio kämpft für das Comeback der FDP: Unter dem Motto „Drei Engel für Lindner“ haben die drei FDP-Spitzenpolitikerinnen Lencke Steiner, Nicola Beer und Katja Suding eine Fotoserie für die Illustrierte „Gala“ geschossen. In Anlehnung an die Hollywood-Heldinnen posieren die drei Parteifreundinnen für Parteichef Christian Lindner.

Die Reaktionen auf Twitter fallen sehr unterschiedlich aus.

Ja, an der Populären Kultur scheiden sich nach wie vor die Geister. Was des einen Favorit, ist des anderen ungeliebtes Nebenprodukt der Hochkultur. Wer über Politikvermittlung durch Popkultur die Nase rümpft, sollte einen Blick in das Buch „Entertainment and Politics“ von David J. Jackson oder in den Bildband „JFK. Superman kommt in den Supermarkt“ werfen. In Kennedys Wahlkampf 1960 wurden Poltik und Popkultur eins. Popkultur ist selbstverständlich viel komplexer und schillernder, als die gängigen Vorurteile vermuten lassen. Politikvermittlung durch Popkultur ist vieles, nur nicht eintönig.

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Wem die Fotos weiterhin zu oberflächlich sind, sollte nicht auf seine eigene oberflächliche Betrachtungsweise herreinfallen, sondern das Gala-Interview lesen. Hier äußern sich die drei Politikerinnen detailliert über Frauen in der Politik. Katja Suding hält „manchmal Frustrationstoleranz, immer langen Atem“ für wesentliche Eigenschaften, Nicola Beer „Glaubwürdigkeit und Warmherzigkeit“. Lencke Steiner sieht bei Frauen „den größeren Mut, uns selbst treu zu bleiben und nicht das Fähnchen in den Wind zu hängen“.

Viele Wege führen über die 5-Prozent-Hürde. Gutes Aussehen hilft den FDP-Frauen, Aufmerksamkeit zu erregen – wichtiger aber sei es – das sagen die Frauen ausdrücklich – Ideen und Ziele authentisch vertreten zu können. Katja Suding: „Wenn es nur um Attraktivität ginge, würden sich die Parteien Models für den Wahlsieg casten.“

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Ein neuer umkämpfter Ort

„Make tweets, not war,“ may sound like a slogan
from the counterculture 1960s, but it’s actually
more relevant now than the original version was then.
Dominic Basulto

 

Auf dem Feld der psychologischen Kriegsführung hat durch Facebook und Twitter eine Revolution stattgefunden. Darauf reagiert jetzt auch die britische Armee: Sie baut eine neue Brigade auf. 1500 Soldaten, die ab April 2015 im südenglischen Hermitage stationiert sind, sollen nicht schießen, sondern twittern.

Die Aufgabe der 77. Brigade sei die Kriegsführung im Informationszeitalter, sagte Armeegeneral Nick Carter der BBC. Die Einheit solle vor dem Hintergrund eines Nachrichtenflusses rund um die Uhr durch Facebook und Twitter versuchen, die Deutungshoheit in aktuellen Auseinandersetzungen zu behalten.

Vorbilder für solche psychologischen Kampfteams gibt es sowohl in Amerika als auch in Israel. Die israelischen Verteidigungskräfte gelten als Vorreiter des militärischen Engagements in den sozialen Medien. Im Gazakrieg 2008 wurden erstmals solche Teams eingesetzt. Die Einheit ist auf 30 Plattformen in sechs Sprachen aktiv, einschließlich einem eigenen Blog, Twitter, Facebook, YouTube und Instagram.

Die Bezeichnung der neuen britischen Einheit – 77. Brigade – soll an eine britische Guerillatruppe im Zweiten Weltkrieg erinnern. Unter Führung von Major General Orde Wingate kämpfte die 77. Infanteriebrigade, auch Chindits genannt, hinter feindlichen Linien gegen die Japaner. Obwohl zahlenmäßig weit unterlegen, fügten sie dem Feind schwere Verluste zu und zwangen ihn dazu, seine Strategie zu ändern.

Der Aufbau der Einheit ist auch eine Reaktion auf das russische Vorgehen in der Ukraine und den Vormarsch der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien und im Irak. Prorussische Aktivisten verbreiten in sozialen Netzwerken und Kommentarspalten auf Nachrichtenseiten Moskaus Version des Konflikts, Tausende pro-IS-Accounts überschwemmen Facebook und Twitter mit Dschihad-Propaganda. Westliche Armeen hatten dem bislang wenig entgegenzusetzen.

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